Blues Dance ist, wie die Blues-Musik selbst, kein einheitlicher Stil, sondern umfasst historisch viele verschiedene Richtungen. Unser Fokus liegt auf einem Tanzen, das auf demselben Dancefloor wie Lindy Hop stattfindet und von der bluesigen, langsamen Musik der Swing- und Jazz-Bands der 1930er und 1940er Jahre inspiriert ist.
Wichtig ist uns, beim Tanzen mit Partner Blues als einen künstlerischen Social Dance zu unterrichten. Das heißt, dass du mit unterschiedlichen Partner:innen tanzen kannst, sodass es auch ohne besondere Intimität funktioniert. Enge, geschlossene Positionen sind zwar möglich, aber nicht unsere Grundlage.
Wir arbeiten auch nicht mit „Grundschritten“ oder einem vermeintlich „historisch korrekten“ Figurenkatalog, da ein solcher Ansatz aus unserer Sicht schnell dazu führt, dass Tänzer*innen beginnen, Bewegungen zu reproduzieren, statt sie in der Musik zu fühlen. Der Ausdruck wird dann vorsichtig, und der Fokus verschiebt sich auf die Frage, ob etwas „richtig“ ist. Genau das wollen wir vermeiden.
Stattdessen setzen wir dort an, wo Tanz tatsächlich entsteht: im Einlassen auf die Musik und auf den Tanzpartner:in. Wir arbeiten mit Groove, Connection, Tonus, mit dem Piano-Solo von Avery Parrish in „After Hours“, dem Saxophon von Johnny Hodges im Duett mit Ellington in „Jeep’s Blues“, der Trompete von Harry Edison in „Walkin‘ with Sweets“.
Du kultivierst deinen eigenen stimmigen Ausdruck, der auf Reaktion und Kommunikation basiert und nicht auf auswendig gelernten Formen. Auf dieser Basis unterrichten wir dann durchaus auch Moves und Move-Kombinationen, ähnlich wie im Lindy Hop – nur eben als Vokabular, das aus dem eigenen Groove heraus gefüllt wird, nicht als Ausgangspunkt.












